POM-C (Polyoxymethylen-Copolymer) ist ein steifer, fester technischer Kunststoff mit hervorragender Maßhaltigkeit, guten Gleiteigenschaften und sehr guter Zerspanbarkeit – ideal für Präzisions-, Gleit- und Funktionsteile.
| Bezeichnung | POM-C (Polyoxymethylen-Copolymer) |
|---|---|
| Kurzzeichen | POM-C / Acetal |
| Material | Technischer Kunststoff (teilkristallin) |
| Eigenschaften | Dichte 1,41 g/cm³ Zugfestigkeit ca. 65 N/mm² Hohe Steifigkeit und Maßhaltigkeit Sehr gute Zerspanbarkeit Gute Gleit- und Verschleißeigenschaften Geringe Wasseraufnahme Einsatztemperatur ca. −40 bis +100 °C |
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POM-C ist auch unter den Bezeichnungen Polyacetal-Copolymer, Polyoxymethylen-Copolymer und unter den Markennamen Hostaform® (Celanese), Ultraform® (BASF) und Delrin® (für POM-H Homopolymer) bekannt.
POM-C ist der meistverwendete technische Kunststoff für präzise mechanische Bauteile. Er kombiniert hohe Steifigkeit, sehr gute Maßhaltigkeit und niedrige Wasseraufnahme — drei Eigenschaften, bei denen Polyamide an ihre Grenzen kommen. Anders als PA6 verändert POM-C seine Maße bei wechselnder Feuchte praktisch nicht. Das macht den Werkstoff zum Standard für Präzisionsmechanik mit engen Toleranzen.
Typische Anwendungen sind Zahnräder und Zahnstangen für leichte Lasten, Gleitlager und Verschleißteile, Präzisionsdrehteile in der Automotive- und Konsumgüterindustrie, Komponenten in der Medizintechnik (lebensmittelechte Varianten), Fittinge und Anschlussteile in Wasserarmaturen, Pumpenbauteile mit Lebensmittelkontakt.
Die Zugfestigkeit von POM-C liegt bei 65-70 N/mm², die Bruchdehnung bei 25-35 %, die Dichte bei 1,41 g/cm³ und die Dauergebrauchstemperatur bei 100 °C (kurzzeitig bis 140 °C). Der E-Modul beträgt 2.800 N/mm², die Kerbschlagzähigkeit ist hoch genug für die meisten Anwendungen. Wasseraufnahme bei Normklima nur 0,2 % — das ist im Vergleich zu Polyamiden (3-5 %) ein riesiger Vorteil bei Bauteilen mit engen Toleranzen.
POM-C ist beständig gegen Treibstoffe, Öle, Fette, viele Lösungsmittel und schwache Säuren, aber empfindlich gegen starke Säuren und oxidierende Medien. Bei Dauerkontakt mit konzentrierten Säuren oder starken Oxidationsmitteln depolymerisiert der Werkstoff. UV-Beständigkeit ohne Stabilisierung ist eingeschränkt — für Außenanwendungen werden UV-stabilisierte Typen verwendet. Die Dauergebrauchstemperatur von 100 °C reicht für die meisten Maschinen- und Apparate-Anwendungen aus.
POM-C lässt sich sehr gut auf CNC-Drehen, CNC-Fräsen, Sägen und Bohren bearbeiten. Beim Drehen entstehen kurze, gut kontrollierbare Späne, Werkzeugstandzeiten sind hoch. Beim Fräsen empfehlen sich scharfe Schneiden und höhere Vorschübe als bei Stahl. Wasserstrahlschneiden funktioniert für Platten ausgezeichnet. Schweißen ist im professionellen Anlagenbau möglich, im Standard-Maschinenbau aber unüblich. Kleben ist in der Standardvariante nicht möglich — wenn Verbindung nötig: mechanisch fügen oder POM-C mit Plasma vorbehandeln.
| Werkstoff | Wasseraufnahme | Gebrauchstemp. | typische Stärke |
|---|---|---|---|
| POM-C | 0,2 % | 100 °C | Maßstabilität, Präzision |
| PA6 | 3 % (klimakonditioniert) | 80 °C | Zähigkeit, Verschleiß |
| PA66 | 2,5 % | 100 °C | höhere Festigkeit als PA6 |
| PE-UHMW | 0,01 % | 80 °C | Gleit-/Verschleißfestigkeit |
POM-C ist die Wahl, wenn Maßhaltigkeit und Steifigkeit zählen. Wo höhere Zähigkeit oder Schlagfestigkeit gefragt sind, ist PA6 oder PA66 die Alternative. Bei extremen Gleit- und Verschleißanforderungen ist PE-UHMW überlegen.
| Norm / Bezeichnung | Wert |
|---|---|
| Materialkurzname | POM-C (Copolymer) / POM-H (Homopolymer) |
| ISO 1043-1 | POM |
| Markennamen | Hostaform®, Ultraform®, Sustarin® C |
S275JR Stahl
S355J2 Stahl
DD11 Stahl
DC01 Stahl
C45 Stahl
42CrMo4 Stahl
C45E Stahl
11SMn30 Automatenstahl
16MnCr5 Stahl
1.4305 Edelstahl