Werkstoff

POM-C

Steifer, maßhaltiger Konstruktionskunststoff für Präzisionsteile.

POM-C (Polyoxymethylen-Copolymer) ist ein steifer, fester technischer Kunststoff mit hervorragender Maßhaltigkeit, guten Gleiteigenschaften und sehr guter Zerspanbarkeit – ideal für Präzisions-, Gleit- und Funktionsteile.

Eigenschaften von POM-C

BezeichnungPOM-C (Polyoxymethylen-Copolymer)
KurzzeichenPOM-C / Acetal
MaterialTechnischer Kunststoff (teilkristallin)
EigenschaftenDichte 1,41 g/cm³
Zugfestigkeit ca. 65 N/mm²
Hohe Steifigkeit und Maßhaltigkeit
Sehr gute Zerspanbarkeit
Gute Gleit- und Verschleißeigenschaften
Geringe Wasseraufnahme
Einsatztemperatur ca. −40 bis +100 °C

Verfügbare Dicken

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  • Platte 5–60 mm
  • Ø 6–200 mm (Rundstab)
  • Rohr / Hohlstab
  • Auf Anfrage

* Andere Größen sind auf Anfrage erhältlich.

POM-C

Vor- & Nachteile des Werkstoffes

Pro

  • Maßhaltig:Geringe Wasseraufnahme – hohe Maßstabilität.
  • Zerspanbar:Sehr gut spanend bearbeitbar.
  • Gleitfähig:Gute Gleit- und Verschleißeigenschaften.

Kontra

  • Klebung:Schwer klebbar.
  • Temperatur:Begrenzte Temperaturbeständigkeit (bis ca. 100 °C).
POM-C

Fertigungsmöglichkeiten
für den Werkstoff POM-C

POM-C

Oberflächenvarianten

Natur (weiß)

Standardfarbe für technische Teile.

Schwarz

Eingefärbt, UV-stabiler.

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Weitere Informationen zu POM-C

  • POM-C ist ein Polyacetal-Copolymer, der wichtigste Konstruktions-Thermoplast für präzise Bauteile.
  • POM-C hat hohe Steifigkeit, Maßstabilität und Verschleißfestigkeit bei niedriger Wasseraufnahme.
  • Zugfestigkeit ca. 67 N/mm², Dauergebrauchstemperatur bis 100 °C.
  • POM-C ist exzellent zerspanbar auf CNC-Drehmaschinen mit kurzen, kontrollierten Spänen.
  • POM-C ist nicht klebbar in der Standardvariante wegen niedriger Oberflächenenergie.
  • Typischer Einsatz: Zahnräder, Gleitlager, Präzisionsmechanik, Lebensmittelkontakt.

POM-C ist auch unter den Bezeichnungen Polyacetal-Copolymer, Polyoxymethylen-Copolymer und unter den Markennamen Hostaform® (Celanese), Ultraform® (BASF) und Delrin® (für POM-H Homopolymer) bekannt.

Einordnung und typische Einsatzgebiete

POM-C ist der meistverwendete technische Kunststoff für präzise mechanische Bauteile. Er kombiniert hohe Steifigkeit, sehr gute Maßhaltigkeit und niedrige Wasseraufnahme — drei Eigenschaften, bei denen Polyamide an ihre Grenzen kommen. Anders als PA6 verändert POM-C seine Maße bei wechselnder Feuchte praktisch nicht. Das macht den Werkstoff zum Standard für Präzisionsmechanik mit engen Toleranzen.

Typische Anwendungen sind Zahnräder und Zahnstangen für leichte Lasten, Gleitlager und Verschleißteile, Präzisionsdrehteile in der Automotive- und Konsumgüterindustrie, Komponenten in der Medizintechnik (lebensmittelechte Varianten), Fittinge und Anschlussteile in Wasserarmaturen, Pumpenbauteile mit Lebensmittelkontakt.

Eigenschaften im Detail

Die Zugfestigkeit von POM-C liegt bei 65-70 N/mm², die Bruchdehnung bei 25-35 %, die Dichte bei 1,41 g/cm³ und die Dauergebrauchstemperatur bei 100 °C (kurzzeitig bis 140 °C). Der E-Modul beträgt 2.800 N/mm², die Kerbschlagzähigkeit ist hoch genug für die meisten Anwendungen. Wasseraufnahme bei Normklima nur 0,2 % — das ist im Vergleich zu Polyamiden (3-5 %) ein riesiger Vorteil bei Bauteilen mit engen Toleranzen.

Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit

POM-C ist beständig gegen Treibstoffe, Öle, Fette, viele Lösungsmittel und schwache Säuren, aber empfindlich gegen starke Säuren und oxidierende Medien. Bei Dauerkontakt mit konzentrierten Säuren oder starken Oxidationsmitteln depolymerisiert der Werkstoff. UV-Beständigkeit ohne Stabilisierung ist eingeschränkt — für Außenanwendungen werden UV-stabilisierte Typen verwendet. Die Dauergebrauchstemperatur von 100 °C reicht für die meisten Maschinen- und Apparate-Anwendungen aus.

Bearbeitung und Verarbeitung

POM-C lässt sich sehr gut auf CNC-Drehen, CNC-Fräsen, Sägen und Bohren bearbeiten. Beim Drehen entstehen kurze, gut kontrollierbare Späne, Werkzeugstandzeiten sind hoch. Beim Fräsen empfehlen sich scharfe Schneiden und höhere Vorschübe als bei Stahl. Wasserstrahlschneiden funktioniert für Platten ausgezeichnet. Schweißen ist im professionellen Anlagenbau möglich, im Standard-Maschinenbau aber unüblich. Kleben ist in der Standardvariante nicht möglich — wenn Verbindung nötig: mechanisch fügen oder POM-C mit Plasma vorbehandeln.

Vergleich mit verwandten Kunststoffen

WerkstoffWasseraufnahmeGebrauchstemp.typische Stärke
POM-C0,2 %100 °CMaßstabilität, Präzision
PA63 % (klimakonditioniert)80 °CZähigkeit, Verschleiß
PA662,5 %100 °Chöhere Festigkeit als PA6
PE-UHMW0,01 %80 °CGleit-/Verschleißfestigkeit

POM-C ist die Wahl, wenn Maßhaltigkeit und Steifigkeit zählen. Wo höhere Zähigkeit oder Schlagfestigkeit gefragt sind, ist PA6 oder PA66 die Alternative. Bei extremen Gleit- und Verschleißanforderungen ist PE-UHMW überlegen.

Normen und Äquivalente

Norm / BezeichnungWert
MaterialkurznamePOM-C (Copolymer) / POM-H (Homopolymer)
ISO 1043-1POM
MarkennamenHostaform®, Ultraform®, Sustarin® C

Sie haben Fragen?
Wir haben die passenden Antworten

Wofür wird POM-C verwendet?

Für maßhaltige Präzisions-, Gleit- und Funktionsteile wie Zahnräder und Buchsen.

Ist POM-C gut zerspanbar?

Ja, POM-C ist sehr gut spanend bearbeitbar.

Nimmt POM-C Wasser auf?

Nur sehr gering – daher die hohe Maßhaltigkeit.

Lässt sich POM-C kleben?

Nur eingeschränkt; mechanische Verbindungen sind zu bevorzugen.

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