Werkstoff

Invar (1.3912)

Eisen-Nickel-Legierung mit nahezu null Wärmeausdehnung.

Invar (Werkstoff-Nr. 1.3912, FeNi36) ist eine Eisen-Nickel-Legierung mit einem außergewöhnlich niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten nahe null. Sie ist der Standard für maßstabile Präzisionsbauteile bei wechselnden Temperaturen.

Eigenschaften von Invar (1.3912)

Werkstoffnummer1.3912
KurznameInvar (FeNi36, Nilo 36)
MaterialEisen-Nickel-Legierung
EigenschaftenDichte 8,1 g/cm³
Extrem niedrige Wärmeausdehnung (≈1,2·10⁻⁶/K)
Hohe Maßstabilität bei Temperaturschwankungen
Gut bearbeit- und schweißbar
Zugfestigkeit ca. 450–550 MPa
Ferromagnetisch
Wirksam bis ca. 200 °C

Verfügbare Dicken

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  • Blech 1–20 mm
  • Ø 8–120 mm (Rundstab)
  • Auf Anfrage

* Andere Größen sind auf Anfrage erhältlich.

Invar (1.3912)

Vor- & Nachteile des Werkstoffes

Pro

  • Maßstabil:Nahezu keine Wärmeausdehnung.
  • Präzise:Ideal für Präzisions- und Messtechnik.
  • Verarbeitbar:Gut bearbeit- und schweißbar.

Kontra

  • Korrosion:Begrenzte Korrosionsbeständigkeit, ggf. Schutz nötig.
  • Temperaturbereich:Invar-Effekt nur bis ca. 200 °C wirksam.
Invar (1.3912)

Fertigungsmöglichkeiten
für den Werkstoff Invar (1.3912)

Invar (1.3912)

Oberflächenvarianten

Gebeizt

Zunderfreie, metallisch blanke Oberfläche.

Geschliffen

Definierte, maßhaltige Oberfläche.

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Weitere Informationen zu Invar (1.3912)

  • Invar ist eine Eisen-Nickel-Legierung mit 36 % Nickel und der niedrigsten Wärmeausdehnung aller technischen Metalle.
  • Invar trägt die EN-Bezeichnung FeNi36 und die Werkstoffnummer 1.3912.
  • Die Wärmeausdehnung von Invar beträgt nur 1,5 · 10⁻⁶/K — etwa ein Achtel von Stahl.
  • Invar ist nach DIN EN ISO 15156 / ASTM F1684 normiert.
  • Typischer Einsatz: Präzisionsmessgeräte, Glasfaser-Industrie, LNG-Tankschiffe, Wafer-Träger.
  • Mechanische Eigenschaften wie ein weicher Baustahl.

Invar ist auch unter den Bezeichnungen FeNi36 (EN-Kurzname), 1.3912 (Werkstoffnummer), Invar 36 (Handelsname), UNS K93600 und Pernifer 36 bekannt. Invar ist eine ursprünglich Marke, heute Gattungsbegriff.

Einordnung und typische Einsatzgebiete

Invar ist die Legierung der Wahl für Anwendungen, in denen Wärmeausdehnung praktisch zu Null reduziert werden muss. Die einzigartige Anomalie der Fe-Ni-Legierung bei genau 36 % Ni führt dazu, dass sich der magnetostriktive Effekt mit der thermischen Ausdehnung aufhebt — das Ergebnis ist ein extrem maßstabiler Werkstoff. Im Bereich Präzisionsmessung, Glasfaserfertigung und LNG-Transport ist Invar unverzichtbar.

Typische Anwendungen sind Präzisionsmessgeräte und Längenmaßstäbe, Wafer-Träger und Halbleiter-Anlagen, LNG-Tankschiff-Membranen (Tieftemperatur, geringe Schrumpfung), Glasfaser-Ziehanlagen, Bimetalle (in Kombination mit hoch ausdehnenden Legierungen), Astronomie- und Optik-Anwendungen (Spiegelträger).

Eigenschaften

Zugfestigkeit 450-590 N/mm², Dichte 8,1 g/cm³, Wärmeausdehnung 1,5 · 10⁻⁶/K (zwischen 20 und 100 °C). Schweißbar, magnetisch.

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Wir haben die passenden Antworten

Wofür wird Invar verwendet?

Für Präzisionstechnik, Optik, CFK-Formenbau und LNG-Tanks.

Warum dehnt sich Invar kaum aus?

Durch den Invar-Effekt der FeNi36-Legierung nahe null.

Ist Invar schweißbar?

Ja, Invar ist gut bearbeit- und schweißbar.

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