PTFE (Polytetrafluorethylen, bekannt als Teflon) ist nahezu universell chemikalienbeständig, hat den niedrigsten Reibwert aller Feststoffe und ist von -200 °C bis +260 °C einsetzbar.
| Bezeichnung | PTFE (Polytetrafluorethylen) |
|---|---|
| Kurzzeichen | PTFE |
| Material | Fluorthermoplast |
| Eigenschaften | Dichte 2,2 g/cm³ Nahezu universelle Chemikalienbeständigkeit Niedrigster Reibwert aller Feststoffe Einsatztemperatur -200 bis +260 °C Hervorragender Isolator Nicht brennbar Antihaftend, lebensmittelecht |
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PTFE ist auch unter den Bezeichnungen Polytetrafluorethylen und unter dem ursprünglichen Markennamen Teflon® (DuPont/Chemours) sowie Fluon® (AGC), Hostaflon® bekannt.
PTFE ist der Werkstoff für extreme Chemikalien-, Temperatur- und Antihaft-Anwendungen. Kein anderer Kunststoff bietet diese Kombination — PTFE widersteht selbst Königswasser, ist von -200 bis +260 °C einsetzbar und hat den niedrigsten Reibungskoeffizienten aller Feststoffe. Der Preis: niedrige mechanische Festigkeit und schwierige Bearbeitung (Sintern, kein Spritzguss).
Typische Anwendungen sind Dichtungen und O-Ringe in der Chemie, Gleitlager und Buchsen mit Schmierungsverbot, Antihaft-Beschichtungen in der Lebensmittelindustrie, Membranen und Filtermedien, Isolatoren in der Hochfrequenz-Technik (niedriger dielektrischer Verlust), Bauteile in der Halbleiter-Fertigung, medizinische Implantate (Gefäßprothesen).
Die Zugfestigkeit von PTFE liegt bei 25-36 N/mm², die Bruchdehnung über 300 %, die Dichte bei 2,15 g/cm³ und die Dauergebrauchstemperatur bei 260 °C (kurzzeitig 290 °C). Reibungskoeffizient gegen Stahl: 0,04-0,1 (niedrigster aller Feststoffe). Wasseraufnahme praktisch null. Dielektrische Eigenschaften außergewöhnlich gut.
PTFE ist gegen praktisch alle Chemikalien beständig — Säuren (auch Königswasser), Laugen, Lösungsmittel, oxidierende Medien. Einzige Angriffsmittel sind geschmolzene Alkalimetalle und elementares Fluor bei hohen Temperaturen. Temperatur-Einsatz von -200 °C (kryogene Anwendungen) bis +260 °C dauerhaft. UV-beständig.
PTFE wird durch Sintern (keine Schmelze, daher kein Spritzguss) zu Halbzeugen verarbeitet, anschließend zerspant. Drehen und Fräsen sind problemlos mit scharfen Werkzeugen. Wasserstrahlschneiden funktioniert für Platten. Schweißen praktisch nicht möglich (Standard-Verfahren scheitern). Kleben nur mit aufwendiger chemischer Vorbehandlung (Natrium-Naphthalin-Ätzung).
| Werkstoff | Dauergebrauchstemp. | Chemikalienbeständigkeit | Festigkeit |
|---|---|---|---|
| PTFE | 260 °C | höchste | 25-36 N/mm² |
| PEEK | 250 °C | sehr gut | 100 N/mm² |
| PP | 100 °C | gut | 30-40 N/mm² |
PTFE ist die Wahl, wenn Chemikalien- oder Antihaft-Anforderungen extrem sind. Bei tragenden Hochtemperatur-Bauteilen ist PEEK die richtige Wahl (höhere Festigkeit). Bei moderaten Chemie-Anforderungen PP.
| Bezeichnung | Wert |
|---|---|
| ISO 1043-1 | PTFE |
| Markennamen | Teflon®, Fluon®, Hostaflon® |
S275JR Stahl
S355J2 Stahl
DD11 Stahl
DC01 Stahl
C45 Stahl
42CrMo4 Stahl
C45E Stahl
11SMn30 Automatenstahl
16MnCr5 Stahl
1.4305 Edelstahl