C45 ist ein unlegierter Vergütungsstahl (Werkstoff-Nr. 1.0503) mit ausgewogener Festigkeit und Zähigkeit. Vergütet erreicht er Zugfestigkeiten von 600–800 N/mm² und lässt sich gut zerspanen sowie rand- und vergütungshärten – ideal für Wellen, Achsen, Bolzen und mechanisch beanspruchte Präzisionsteile.
| Alternative Namensgebung | 1.0503, C45 nach EN 10083, AISI 1045 |
|---|---|
| Werkstoffnummer | 1.0503 |
| Material | Vergütungsstahl, unlegiert |
| Eigenschaften | Zugfestigkeit (vergütet) 600–800 N/mm² Streckgrenze ≥ 340 N/mm² Dichte 7,85 g/cm³ Vergüt- und randschichthärtbar Gut zerspanbar Bedingt schweißbar Magnetisch |
| Lieferbare Normen | EN 10277, EN 10058, EN 10059, EN 10060, EN 10278, DIN 59200, DIN 6880 |
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C45 ist auch unter den Bezeichnungen 1.0503 (Werkstoffnummer), Ck 45 (DIN 17200, veraltet), AISI 1045 (USA, vergleichbar) und CK45 (allg. Schreibweise) bekannt.
C45 ist der Standard-Vergütungsstahl im Maschinenbau für Bauteile mittlerer Festigkeit und Beanspruchung. Mit 0,45 % Kohlenstoff erreicht der Werkstoff durch Vergüten Festigkeiten, die für viele Konstruktionsanwendungen ausreichend sind, ohne dass legierte Stähle nötig wären. Im weichgeglühten Zustand wird C45 gut zerspant; nach Vergüten ist er deutlich fester und verschleißbeständiger.
Typische Anwendungen sind Wellen und Achsen im Maschinenbau, Zahnräder mit mittlerer Belastung, Bolzen, Spindeln, Hebel und Werkzeugbauteile, Pleuel, Kurbelwellen (kleinere Auslegung), Konstruktionselemente in Pressen und Stanzanlagen sowie Komponenten in der Automatisierungstechnik.
Die Zugfestigkeit von C45 liegt im vergüteten Zustand bei 700-850 N/mm², die Streckgrenze bei mindestens 490 N/mm² und die Bruchdehnung bei 14 % nach EN 10083-2. Im weichgeglühten Zustand liegt die Härte bei rund 200 HB, im vergüteten Zustand erreicht C45 oberflächengehärtet 50-58 HRC. Dichte und E-Modul entsprechen unlegierten Baustählen (7,85 g/cm³, 210 kN/mm²).
C45 ist gut zerspanbar im weichgeglühten Zustand und vergütbar durch Standard-Härteverfahren. Härten erfolgt durch Austenitisieren bei 820-860 °C, Abschrecken in Wasser oder Öl und Anlassen bei 540-680 °C, je nach gewünschter Härte und Zähigkeit. Eine reine Oberflächenhärtung durch Flammen- oder Induktionshärten ist möglich und liefert harte Randzonen bei zähem Kern. Schweißbarkeit ist mäßig — bei dickeren Querschnitten Vorwärmen auf 200-300 °C empfohlen.
| Werkstoff | C-Gehalt | Reinheit | typische Einsatz |
|---|---|---|---|
| C45 / 1.0503 | ~0,45 % | Standard | Allgemeiner Maschinenbau |
| C45E / 1.1191 | ~0,45 % | P, S reduziert | Erhöhte Anforderungen |
| C45R / 1.1201 | ~0,45 % | S erhöht (Zerspanung) | Automatische Bearbeitung |
| 42CrMo4 | ~0,42 % | Cr, Mo legiert | Höhere Festigkeit/Härtbarkeit |
C45 ist die wirtschaftliche Standardwahl. Wenn höhere Festigkeit oder bessere Durchhärtbarkeit gebraucht wird, ist 42CrMo4 die nächste Stufe. Für die reine zerspanende Großserie ist C45R eine Option.
| Norm | Bezeichnung |
|---|---|
| EN 10083-2 | C45 / 1.0503 |
| DIN 17200 (alt) | Ck 45 |
| AISI | 1045 |
S275JR Stahl
S355J2 Stahl
DD11 Stahl
DC01 Stahl
C45 Stahl
42CrMo4 Stahl
C45E Stahl
11SMn30 Automatenstahl
16MnCr5 Stahl
1.4305 Edelstahl